52 Games: Natur [03]

52 Games: Natur [03]

Ein Lichtstrahl am Horizont, er färbt den schwarzen Himmel rot und orange, die Sterne erlöschen und machen dem Tag Platz. Als ich erwache stehe ich einer riesigen halben Kugel gegenüber, die sich langsam ihren Weg an den Himmel bahnt. Was für ein Anblick, das Pixel einmal so schön aussehen würden, hätte ich mir niemals träumen lassen. Ich lasse mit Zeit, trete das Feuer aus, nehme mir meine Sachen, Sattle das Pferd und steige hinauf und wir reiten. Im Trab immer dem Ziel entgegen. Vorbei an vertrockneten Sträuchern, an roten Felsen. Ein Fluss trennt die Staaten von Mexico, in ihm spiegelt sich der Himmel. Ich sehe weit und breit niemanden, ich bin allein. Die Sonne brennt heiß auf mich und mein Pferd herab, ein Falke kreuzt die Sonne, ich sehe nur seine Silhouette und höre seinen Schrei. Als mein Pferd bockt weiß ich noch gar nicht was passiert, instinktiv ziehe ich meinen Revolver. Ich höre sie, bevor ich sie sehe, eine Schlange hat mein Pferd aufgeschreckt. Zwei Schüsse knallen durch die Luft, die Schlange ist tot. Mein Messer gezückt steige ich ab und häute die Schlange, ich verstauen die Schlangenhaut in meiner Tasche, irgendwann werde ich sie verkaufen. Der Westen ist gnadenlos, man muss immer auf der Hut sein.

 Später am Tag, die Sonne hängt schon wieder tief, die Luft hat sich abgekühlt, erreiche ich das Sumpfgebiet. Hier habe ich den alten getroffen, der Blumen für seine Frau suchte. Ich versprach ihm, zu helfen. Auf dem Weg hier her habe ich die letzte Blume gefunden die er wollte und pflückte sie. Er freute sich und bat mich in seine bescheidene Hütte um seiner Frau “Hallo” zu sagen. Sie saß im Schaukelstuhl, ihre toten Augen starren schon sehr lange ins Leere. Ich verabschiede mich, steige auf mein Pferd und suche das Weite. Hier ist niemand mehr richtig normal. Der Sonnenuntergang ist ebenso beeindruckend wie der Sonnenaufgang. Viel zu spät bemerke ich, dass ich ihm entgegen reite; beschissenes Klischee. In der Ferne heulen Wölfe. Ich nehme mir vor, sie zu jagen. Wolfsfelle kann man immer brauchen. Ich gebe meinem Pferd die Sporen und galoppiere in den Sonnenuntergang.

Warum ich Red Dead Redemption wählte

Ich habe Red Dead Redemption für Zockwork Oranges 52 Games Beitrag mit dem Thema Natur gewählt, weil ich mich in keinem Spiel vorher so in Nichtigkeiten verloren habe. Ich habe es geliebt, durch die Steppe zu reiten, Tiere zu jagen und mich an der Natur zu erfreuen.
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